B2 Sachverständige GbR Zertifizierte Gutachter für Hochbaukonstruktionen
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Gutachterwissen · Fachbeitrag

Neue ZVDH-Regel für Terrassentüranschlüsse: Das müssen Bauherren wissen!

Terrassen- und Balkontüren gehören zu den sensibelsten Bereichen der Gebäudeabdichtung. Genau hier entstehen in der Praxis besonders häufig Feuchte- und Wasserschäden. Mit den seit Januar 2026 geltenden „Regeln für Abdichtungen“ …

17. Mai 2026 2 Min. Lesezeit Von Robin Werthebach
Neue ZVDH-Regel für Terrassentüranschlüsse: Das müssen Bauherren wissen!

Neue ZVDH-Regel für Terrassentüranschlüsse: Das müssen Bauherren wissen!

Terrassen- und Balkontüren gehören zu den sensibelsten Bereichen der Gebäudeabdichtung. Genau hier entstehen in der Praxis besonders häufig Feuchte- und Wasserschäden. Mit den seit Januar 2026 geltenden „Regeln für Abdichtungen“ des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) wurden die Anforderungen an Tür- und Fensteranschlüsse deshalb deutlich konkretisiert.

Was hat sich geändert?

Die neuen ZVDH-Regeln unterscheiden erstmals klar zwischen verschiedenen Einbausituationen:

  • Anschlusshöhen von 15 bis 5 cm: Es besteht grundsätzlich Materialwahlfreiheit, sofern das Abdichtungssystem die technischen Anforderungen erfüllt.
  • Anschlusshöhen von 5 cm oder weniger: Hier werden Flüssigkunststoffsysteme aufgrund ihrer sicheren und nahtlosen Detailausbildung empfohlen.
  • Barrierefreie Übergänge: Für schwellenlose Türanschlüsse sehen die neuen Regeln ausschließlich Flüssigkunststoffabdichtungen als geeignetes Abdichtungssystem vor.

Warum ist das wichtig?

Moderne Architektur wünscht sich häufig nahezu schwellenlose Terrassen- und Balkontüren. Gleichzeitig darf kein Niederschlagswasser in das Gebäude eindringen. Die neuen Regelungen schaffen hier mehr Planungssicherheit und stellen klar, welche konstruktiven Lösungen als anerkannte Regeln der Technik gelten.

Unser Praxistipp

Gerade bei Neubauten und Sanierungen sollte der Türanschluss bereits in der Planungsphase sorgfältig abgestimmt werden. Nachträgliche Änderungen sind häufig aufwendig und können erhebliche Mehrkosten verursachen. Eine frühzeitige technische Prüfung hilft, Ausführungsfehler und spätere Feuchteschäden zu vermeiden.

Planen Sie eine Dachterrasse, einen Balkon oder einen barrierefreien Terrassenzugang?
Gerne unterstützen wir Sie bereits in der Planungsphase. Eine unabhängige technische Prüfung der Anschlussdetails hilft, spätere Schäden und kostspielige Nachbesserungen zu vermeiden.


Rechtlicher Hinweis: Die Inhalte dieses Beitrags dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Begutachtung oder technische Beratung. Maßgeblich sind stets die Gegebenheiten des jeweiligen Einzelfalls.

Konkreter Schaden oder Mangel?

Ein Fachbeitrag ersetzt keine Untersuchung vor Ort.

Bei konkreten Schäden, Ausführungsmängeln oder technischen Fragestellungen prüfen wir den Einzelfall unabhängig und nachvollziehbar.

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