Neue Bauordnung NRW: Was ändert sich für Bauherren und Planer?

Die Novellierung der Bauordnung Nordrhein-Westfalen sorgt derzeit für Diskussionen in der Baupraxis. Besonders im Fokus steht die Änderung des § 3 BauO NRW 2018: Die bisherige ausdrückliche Bezugnahme auf die allgemein anerkannten Regeln der Technik (aRdT) als genereller Maßstab entfällt im Bauordnungsrecht.

Doch was bedeutet das für Bauherren, Planer und ausführende Unternehmen?

Was hat sich geändert?

Mit der Novellierung knüpft das Bauordnungsrecht nicht mehr unmittelbar an die allgemein anerkannten Regeln der Technik an. Maßgeblich sind künftig die gesetzlichen Schutzziele sowie die Anforderungen, die durch die Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (VV TB) eingeführt werden.

Das bedeutet jedoch nicht, dass künftig weniger sicher oder weniger sorgfältig gebaut werden darf. Gebäude müssen weiterhin so geplant, errichtet, geändert und instand gehalten werden, dass insbesondere Leben, Gesundheit und die natürlichen Lebensgrundlagen geschützt werden.

Mehr planerischer Spielraum

Die Gesetzesänderung kann den Einsatz innovativer oder objektspezifischer technischer Lösungen erleichtern, sofern die bauordnungsrechtlichen Anforderungen und Schutzziele nachweislich erfüllt werden. Qualifizierte Planer erhalten dadurch größere Möglichkeiten, fachlich begründete Lösungen für das jeweilige Bauvorhaben zu entwickeln.

Bauordnungsrecht und Zivilrecht unterscheiden

Besonders wichtig ist die Abgrenzung zwischen öffentlichem Baurecht und privatem Vertragsrecht.

Die Änderung betrifft ausschließlich das Bauordnungsrecht. Im Verhältnis zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer können die allgemein anerkannten Regeln der Technik weiterhin den geschuldeten Leistungs- und Qualitätsstandard bestimmen. Werden hiervon abweichende Lösungen gewählt, sollten diese fachlich begründet, transparent dokumentiert und vertraglich eindeutig vereinbart werden.

In der Praxis werden die allgemein anerkannten Regeln der Technik auch künftig in vielen Fällen weiterhin die fachliche Orientierung für Planung und Ausführung bilden. Die Gesetzesänderung bedeutet nicht, dass bewährte technische Standards ihre Bedeutung verlieren, sondern verändert in erster Linie ihren Stellenwert im Bauordnungsrecht.

Fachliche Einschätzung

Die Neuregelung bedeutet keinen Verzicht auf bewährte technische Standards. Vielmehr verschiebt sich der Fokus im Bauordnungsrecht von einer pauschalen Bezugnahme auf die allgemein anerkannten Regeln der Technik hin zu einer stärkeren Betrachtung der gesetzlich definierten Schutzziele und der eingeführten technischen Anforderungen. Gleichzeitig bleiben eine sorgfältige Planung, eine nachvollziehbare Dokumentation und eine fachlich fundierte technische Begründung unverzichtbar – insbesondere dort, wo von etablierten Ausführungsstandards abgewichen werden soll.

Sie planen ein Bauvorhaben oder möchten eine technische Lösung vor der Ausführung unabhängig prüfen lassen?
Kontaktieren Sie uns gerne. Wir unterstützen Bauherren, Planer und Unternehmen mit unabhängigen technischen Bewertungen, Begutachtungen und einer fachlich fundierten Beratung – idealerweise bereits in der Planungsphase, bevor aus Planungsfragen kostspielige Ausführungsmängel werden.


Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle technische, rechtliche oder bausachverständige Beratung. Die Beurteilung eines Bauvorhabens hängt stets von den Umständen des Einzelfalls sowie den jeweils geltenden öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Anforderungen ab.

Marder, Waschbären & Co.: Wenn Wildtiere zum Bauschaden werden

Wildtiere wie Marder, Waschbären oder auch Vögel suchen zunehmend Unterschlupf in Wohngebäuden. Besonders Dachkonstruktionen, Dachböden und Fassaden bieten ideale Rückzugsorte. Was zunächst harmlos erscheint, kann erhebliche Schäden an der Bausubstanz verursachen.

1. Beschädigte Dämmung

Marder und Waschbären zerreißen Dämmstoffe, um Nester anzulegen. Dadurch verschlechtert sich die Wärmedämmung erheblich und es entstehen Wärmebrücken sowie Feuchterisiken.

2. Beschädigte Unterspannbahnen

Beim Eindringen in die Dachkonstruktion werden Unterspannbahnen häufig aufgerissen oder beschädigt. Niederschlagswasser kann dadurch ungehindert in die Dachkonstruktion eindringen und langfristig Feuchteschäden verursachen.

3. Verschobene Dachziegel

Auf der Suche nach einem Zugang verschieben oder lockern Tiere häufig Dachziegel oder Firstelemente. Bereits kleine Öffnungen reichen aus, damit Regen, Schnee oder Wind in die Dachkonstruktion eindringen können.

4. Feuchtigkeit, Schimmel und Geruchsbelästigung

Nester, Kot und Urin führen nicht nur zu unangenehmen Gerüchen, sondern können auch die Entstehung von Schimmel begünstigen und die Hygiene im Dachraum erheblich beeinträchtigen.

5. Folgeschäden durch verspätetes Handeln

Viele Schäden bleiben lange unbemerkt. Erst wenn Feuchtigkeit, Flecken an Innenwänden oder ungewöhnliche Geräusche auftreten, wird das Problem erkannt. Zu diesem Zeitpunkt sind häufig bereits umfangreiche Reparaturen an Dachkonstruktion, Dämmung oder Innenausbau erforderlich.

Fachliche Einschätzung

Schäden durch Wildtiere werden häufig unterschätzt. Bereits kleine Eintrittsöffnungen können ausreichen, damit sich Tiere dauerhaft im Dachbereich ansiedeln. Eine frühzeitige Kontrolle der Dacheindeckung und der Dachanschlüsse sowie eine zeitnahe Beseitigung von Schadstellen tragen wesentlich dazu bei, Folgeschäden an der Bausubstanz zu vermeiden.

Haben Sie Geräusche im Dachbereich festgestellt oder vermuten Sie einen Befall durch Marder oder Waschbären?
Gerne unterstützen wir Sie bei der fachlichen Beurteilung vorhandener Schäden und zeigen erforderliche Instandsetzungsmaßnahmen auf.


Rechtlicher Hinweis: Die Inhalte dieses Beitrags dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Begutachtung oder technische Beratung. Maßgeblich sind stets die Gegebenheiten des jeweiligen Einzelfalls.

Die 5 häufigsten Fehler am Steildach

Ein Steildach schützt ein Gebäude über Jahrzehnte zuverlässig vor Wind und Wetter – vorausgesetzt, Planung, Ausführung und Wartung stimmen. Viele Schäden entstehen schleichend und bleiben lange unbemerkt. Mit einer regelmäßigen Kontrolle lassen sich kostspielige Folgeschäden häufig vermeiden.

1. Beschädigte oder verrutschte Dacheindeckung

Sturm, Frost, Materialalterung oder mechanische Einwirkungen können Dachziegel oder Dachsteine beschädigen oder verschieben. Bereits kleine Öffnungen ermöglichen das Eindringen von Feuchtigkeit in die Dachkonstruktion. Regelmäßige Sichtkontrollen helfen, Schäden frühzeitig zu erkennen und größere Sanierungsmaßnahmen zu vermeiden.

2. Undichte Anschlüsse und Durchdringungen

Anschlüsse an Schornsteinen, Dachfenstern, Gauben, Kehlen oder aufgehenden Wänden gehören zu den sensibelsten Bereichen eines Steildachs. Fehler bei der Planung oder Ausführung sowie altersbedingte Materialermüdung können hier zu Undichtigkeiten führen. Häufig bleiben solche Schäden lange unentdeckt und werden erst sichtbar, wenn bereits Feuchtigkeit in die Konstruktion eingedrungen ist.

3. Mangelhafte Dachentwässerung

Verstopfte Dachrinnen, Fallrohre oder Kehlen führen dazu, dass Niederschlagswasser nicht mehr sicher abgeführt wird. Überlaufendes Wasser kann Traufen, Fassaden und angrenzende Bauteile dauerhaft durchfeuchten und langfristig erhebliche Schäden verursachen. Eine regelmäßige Reinigung und Wartung der Entwässerungseinrichtungen ist daher unverzichtbar.

4. Fehlende Wartung und unterlassene Kontrollen

Viele Steildächer werden erst überprüft, wenn bereits Feuchtigkeit im Gebäude auftritt. Dabei lassen sich lose Dachziegel, beschädigte Anschlüsse oder erste Materialschäden im Rahmen einer regelmäßigen Dachinspektion häufig frühzeitig erkennen und mit vergleichsweise geringem Aufwand instand setzen.

5. Fehlende fachliche Begleitung bereits in der Planungsphase

Viele spätere Schäden entstehen bereits durch Planungsfehler. Ungeeignete Anschlussdetails, unzureichende Lüftungskonzepte oder konstruktive Schwachstellen können die Dauerhaftigkeit eines Daches erheblich beeinträchtigen. Eine unabhängige technische Beratung bereits in der Planungsphase hilft, Risiken frühzeitig zu erkennen und dauerhaft wirtschaftliche Lösungen zu entwickeln.

Fazit

Ein Steildach ist eine langfristige Investition. Entscheidend für seine Lebensdauer sind eine fachgerechte Planung, eine hochwertige Ausführung sowie regelmäßige Wartung und Kontrolle. Viele Schäden lassen sich vermeiden, wenn potenzielle Schwachstellen frühzeitig erkannt und behoben werden.

Sie möchten den Zustand Ihres Steildachs beurteilen lassen oder planen eine Dachsanierung?
Gerne unterstützen wir Sie mit einer fachkundigen Zustandsbewertung und helfen dabei, Schäden frühzeitig zu erkennen und wirtschaftliche Lösungen zu entwickeln.


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Die 5 häufigsten Fehler im konstruktiven Holzschutz

Holzbauteile sollten nicht dauerhaft im erdberührten oder wasserführenden Bereich angeordnet werden. Erdfeuchte, Spritzwasser und stehendes Wasser führen zu einer erhöhten Holzfeuchte und schaffen ideale Bedingungen für holzzerstörende Pilze und Fäulnis. Die Folge können erhebliche Schäden bis hin zum Verlust der Tragfähigkeit sein.

Gerade deshalb beginnt ein wirksamer konstruktiver Holzschutz bereits in der Planungsphase. Ziel ist es, Holz dauerhaft trocken zu halten und Feuchtigkeit durch geeignete konstruktive Maßnahmen sicher vom Bauteil fernzuhalten.

1. Holzbauteile im Erd- oder Spritzwasserbereich

Holz sollte nicht dauerhaft Erdfeuchte oder Spritzwasser ausgesetzt sein. Ein unzureichender Abstand zum Gelände oder direkte Erdberührung erhöhen das Risiko von Fäulnis und holzzerstörenden Pilzen erheblich.

2. Fehlende Trennung zum Baukörper

Werden Holzstützen oder Holzschwellen direkt auf Beton oder Mauerwerk aufgelagert, kann Feuchtigkeit in das Holz eindringen. Geeignete Trennlagen oder konstruktive Abstandhalter verhindern eine dauerhafte Durchfeuchtung.

3. Unzureichende Wasserableitung

Fehlende Tropfkanten, ungünstige Gefälle oder konstruktive Details, an denen Wasser stehen bleibt, führen zu einer erhöhten Feuchtebelastung. Holzbauteile sollten so geplant werden, dass Niederschlagswasser jederzeit sicher abgeleitet wird.

4. Fehlende Hinterlüftung

Insbesondere bei Holzfassaden ist eine ausreichende Hinterlüftung entscheidend. Kann eingedrungene Feuchtigkeit nicht abtrocknen, steigt das Risiko für Fäulnis und Materialschäden.

5. Planung ohne konstruktiven Holzschutz

Viele Schäden entstehen bereits in der Planungsphase. Werden Feuchtebeanspruchung, Anschlusshöhen oder Materialübergänge nicht ausreichend berücksichtigt, sind spätere Schäden oft vorprogrammiert. Eine frühzeitige technische Prüfung kann helfen, Planungsfehler zu vermeiden und die Lebensdauer der Konstruktion deutlich zu verlängern.

Unsere Empfehlung

Von Anfang an sollten Holzbauteile so konstruiert werden, dass dauerhafte Feuchtigkeit vermieden wird. Geeignete Sockelausbildungen, ausreichende Bodenabstände sowie konstruktiver Holzschutz verlängern die Lebensdauer der Konstruktion erheblich und vermeiden kostspielige Sanierungen.

Planen Sie ein Bauvorhaben mit Holzkonstruktionen oder haben Sie bereits Feuchtigkeitsschäden festgestellt?
Gerne unterstützen wir Sie mit einer unabhängigen Begutachtung und technischen Beratung – idealerweise bereits in der Planungsphase.


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Neue ZVDH-Regel für Terrassentüranschlüsse: Das müssen Bauherren wissen!

Terrassen- und Balkontüren gehören zu den sensibelsten Bereichen der Gebäudeabdichtung. Genau hier entstehen in der Praxis besonders häufig Feuchte- und Wasserschäden. Mit den seit Januar 2026 geltenden „Regeln für Abdichtungen“ des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) wurden die Anforderungen an Tür- und Fensteranschlüsse deshalb deutlich konkretisiert.

Was hat sich geändert?

Die neuen ZVDH-Regeln unterscheiden erstmals klar zwischen verschiedenen Einbausituationen:

  • Anschlusshöhen von 15 bis 5 cm: Es besteht grundsätzlich Materialwahlfreiheit, sofern das Abdichtungssystem die technischen Anforderungen erfüllt.
  • Anschlusshöhen von 5 cm oder weniger: Hier werden Flüssigkunststoffsysteme aufgrund ihrer sicheren und nahtlosen Detailausbildung empfohlen.
  • Barrierefreie Übergänge: Für schwellenlose Türanschlüsse sehen die neuen Regeln ausschließlich Flüssigkunststoffabdichtungen als geeignetes Abdichtungssystem vor.

Warum ist das wichtig?

Moderne Architektur wünscht sich häufig nahezu schwellenlose Terrassen- und Balkontüren. Gleichzeitig darf kein Niederschlagswasser in das Gebäude eindringen. Die neuen Regelungen schaffen hier mehr Planungssicherheit und stellen klar, welche konstruktiven Lösungen als anerkannte Regeln der Technik gelten.

Unser Praxistipp

Gerade bei Neubauten und Sanierungen sollte der Türanschluss bereits in der Planungsphase sorgfältig abgestimmt werden. Nachträgliche Änderungen sind häufig aufwendig und können erhebliche Mehrkosten verursachen. Eine frühzeitige technische Prüfung hilft, Ausführungsfehler und spätere Feuchteschäden zu vermeiden.

Planen Sie eine Dachterrasse, einen Balkon oder einen barrierefreien Terrassenzugang?
Gerne unterstützen wir Sie bereits in der Planungsphase. Eine unabhängige technische Prüfung der Anschlussdetails hilft, spätere Schäden und kostspielige Nachbesserungen zu vermeiden.


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Photovoltaikanlage auf einem alten Dach? Darauf sollten Sie achten

Photovoltaikanlagen haben heute eine erwartete Nutzungsdauer von 25 bis 35 Jahren. Doch wie alt ist das Dach, auf dem sie montiert werden soll?

Genau hier wird häufig ein entscheidender Fehler gemacht.

Viele Dächer verfügen nur noch über eine Restlebensdauer von 10 bis 20 Jahren. Wird auf einem solchen Dach eine neue PV-Anlage installiert, muss diese bei einer späteren Dachsanierung vollständig demontiert und anschließend wieder montiert werden. Neben den eigentlichen Dachsanierungskosten entstehen dadurch zusätzliche Ausgaben für Gerüst, Demontage, Wiedermontage, Elektroarbeiten und gegebenenfalls neue Befestigungssysteme.

Achtung: Befindet sich auf Ihrem Gebäude noch eine asbesthaltige Asbestzement-Dacheindeckung, ist eine PV-Montage grundsätzlich nicht zulässig. Vor der Installation ist grundsätzlich eine fachgerechte Asbestsanierung erforderlich. Eine frühzeitige Prüfung verhindert unnötige Planungsfehler und zusätzliche Kosten.

Worauf sollten Eigentümer achten?

  • Wie alt ist die Dacheindeckung?
  • Gibt es bereits Schäden oder Undichtigkeiten?
  • Ist die Unterkonstruktion noch in einem guten Zustand?
  • Reicht die verbleibende Lebensdauer des Daches für die geplante Nutzungsdauer der PV-Anlage aus?

Unsere Empfehlung

Vor der Installation einer Photovoltaikanlage sollte das Dach von einem fachkundigen Sachverständigenüberprüft werden. Ist absehbar, dass innerhalb der nächsten Jahre ohnehin eine Dachsanierung erforderlich wird, ist es in vielen Fällen wirtschaftlicher, zuerst das Dach zu sanieren und anschließend die PV-Anlage zu montieren.

So vermeiden Sie doppelte Kosten und stellen sicher, dass Dach und Photovoltaikanlage ihre maximale Lebensdauer erreichen.

Planen Sie die Installation einer Photovoltaikanlage?
Sprechen Sie uns gerne frühzeitig an. Wir beurteilen den Zustand Ihres Daches, bewerten die technische Eignung und unterstützen Sie dabei, kostspielige Fehlentscheidungen und spätere Mehrkosten zu vermeiden.


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Die 5 häufigsten Fehler am Flachdach

Ein Flachdach ist dauerhaft Witterungseinflüssen ausgesetzt. Bereits kleine Mängel können unbemerkt zu erheblichen Feuchte- und Folgeschäden führen. Diese sechs Probleme begegnen uns in der Praxis besonders häufig.

1. Mangelhafte Anschlüsse

Undichte Anschlüsse an Attiken, Lichtkuppeln, Dachrändern oder Durchdringungen gehören zu den häufigsten Schadensursachen. Hier entstehen oft die ersten Leckagen.

2. Zu geringe Anschlusshöhen

Werden die erforderlichen Anschlusshöhen nicht eingehalten, kann Niederschlagswasser oder Schnee hinter die Abdichtung gelangen und die Konstruktion durchfeuchten.

3. Verstopfte Dachabläufe

Laub, Schmutz oder Bewuchs verhindern den sicheren Wasserabfluss. Die Folge sind Wasseranstauungen, die Abdichtung und Anschlüsse dauerhaft belasten.

4. Beschädigte oder gealterte Abdichtung

Risse, offene Nähte, Blasen oder mechanische Beschädigungen beeinträchtigen die Funktion der Dachabdichtung und sollten frühzeitig instand gesetzt werden.

5. Fehlende Wartung

Viele Flachdächer werden erst kontrolliert, wenn bereits Feuchtigkeit eingedrungen ist. Regelmäßige Inspektionen helfen, Schäden frühzeitig zu erkennen und hohe Sanierungskosten zu vermeiden.

Fazit

Die meisten Flachdachschäden entstehen nicht plötzlich, sondern entwickeln sich über Jahre. Neben einer fachgerechten Ausführung und regelmäßigen Wartung lohnt sich insbesondere eine unabhängige technische Beratung bereits in der Planungsphase. Häufig lassen sich dadurch kostspielige Mängel vermeiden, bevor sie überhaupt entstehen.

Planen Sie einen Neubau, eine Flachdachsanierung oder eine Photovoltaikanlage auf Ihrem Dach?
Gerne begleiten wir Ihr Bauvorhaben bereits in der Planungsphase. Mit einer unabhängigen technischen Prüfung helfen wir, Risiken frühzeitig zu erkennen und dauerhaft wirtschaftliche Lösungen zu schaffen.


Rechtlicher Hinweis: Die Inhalte dieses Beitrags dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Begutachtung oder technische Beratung. Maßgeblich sind stets die Gegebenheiten des jeweiligen Einzelfalls.